Historie

Auguste Onesime Taveau (19. Jahrhundert): Der Pariser Zahnarzt Taveau prägte 1826 die heutige Definition von Amalgam. Die Silberpaste fertigte er mit Spänen aus der Münzherstellung (90 Prozent Silber und 10 Prozent Kupfer) und aus Quecksilber. Viele Fachleute experimentierten in dieser Zeit mit dem Zusatz von Kadmium, Wismut, Aluminium oder unterschiedlichen Konzentrationen – jedoch ohne große Verbesserungserfolge.

Amalgam und Dauerschäden

Immer häufiger kommt Amalgam in den Verruf gesundheitsschädigend zu sein. Aufgrund der Quecksilberbelastung (erwiesen durch Speichelteststudien der Universität Tübingen) und dem damit verbundenen Krankheitsbild des "Micromercurialismus" kam dieses Füllungsmaterial in die öffentliche Kritik. Ein Problem kann der Zusammenhang mit Amalgamfüllungen und anderen Metallen (Kronen, Brücken, kombinierter Zahnersatz) ergeben, da der Speichel hierbei als Elektrolyt fungiert und gewisse Metalle dann in ionaler Form freigesetzt werden. Hierbei können galvanische Spannungen von bis zu 450 mV gemessen werden. Man sollte sich angemessenen und mit der gebotenen Sachlichkeit diesem Thema widmen. Nur wenige Menschen zeigen tatsächlich eine echte Allergie gegen Amalgam (beim Epikutantest). Es gibt allerdings auch noch andere Tests: Scratchtest, Blutuntersuchungen und Lymphozytentransformationstests. Der Patient kann sich mit alternativen Materialien behandeln lassen, hierzu gehören Goldfüllungen, Keramik- oder Kunststofffüllungen - das ist oft mit Zuzahlungen verbunden. Vieles ist noch im Unklaren – deshalb rate ich, dass man sich gut informiert und mit seinem Hauszahnarzt darüber unterhält.

Zu den Amalgamalternativen